Ich bin Olga Steigerwald, geborene Pfeifer, ich habe früher selbst professionell Basketball auf nationaler und internationaler Bühne gespielt.
Während meiner Zeiten als Betreuerin im Baskidball-Projekt in Aschaffenburg, hatte ich immer wieder Kinder und Jugendliche aus Haibach dabei. Daraufhin haben mich einige Eltern aus Haibach angesprochen, ob ich das Projekt auch in Haibach machen könnte. Im Jahr 2010 fragte ich Bgm. Andreas Zenglein an, ob von Seiten der Gemeinde Haibach Interesse für das Baskidball-Projekt besteht. Die Antwort war sehr positiv. Gemeinsam mit den Schulleitern der Volksschule Haibach und der Gemeinde starteten wir am 1.12. 2010 in der Schulturnhalle unsere Abenteuerreise ins Basketball. Die Resonanz der Kinder und Jugendlichen war von Anfang an sehr groß. Baskidball ist mittlerweile eine feste Einrichtung im gemeindlichen und schulischen Leben geworden. Seit November 2011 wird Baskidball Haibach auch von unserem Sozialpädagogen und Jugendpfleger Raci Balikci mitbetreut.

BasKIDball – das sportbezogene Jugendhilfeprojekt - hat sich seit der Gründung im Jahr 2007 mittlerweile auf 12 Kommunen ausgebreitet. Die Vernetzung der verschiedenen Standorte er-folgt zentral durch die Koordinierungsstelle, die bei iSo – Innovative Sozialarbeit – angegliedert ist.
Das Projekt baut auf zentrale Grundgedanken und Werte auf, die in allen Standorten berück-sichtigt werden. Gleichzeitig ist BasKIDball flexibel genug, sich den Anforderungen und dem Bedarf vor Ort anzupassen.

Das Projekt BasKIDball verfolgt eine sehr einfache, aber sinnvolle Idee sportbezogener Jugendarbeit. Kinder und Jugendliche erhalten die Möglichkeit, niedrigschwellig in einer „Offenen Turnhalle“ ungezwungen und ohne Verpflichtungen regelmäßig Basketball zu spielen. BasKIDball kann durch Angebote in einem schulischen Kontext ergänzt werden, wie z. B. eine offene Hausaufgabenbetreuung oder die Integration in eine Ganztagsschule. Die Betreuung und Begleitung der Jugendlichen erfolgt sowohl durch Pädagogen aus der Jugendhilfe als auch durch Trainer und Nachwuchsspieler aus dem sportlichen Bereich.
Es ist festzustellen, dass das Projekt Grenzen überschreitet - und dies auf verschiedenen Ebe-nen. Durch das Angebot kommen Jugendliche zusammen, welche sonst oft wenig miteinander zu tun haben. Ob Gymnasiast oder Hauptschüler, Kind oder Jugendlicher, Deutscher oder Mig-rant – diese Faktoren spielen keine Rolle. Im Vordergrund steht die gemeinsame Freude an der sportlichen Betätigung. Der integrative Gedanke hat hohen Stellenwert.
Die Prinzipien der Selbstregulation und -organisation prägen die grundlegende Philosophie des Projektes. Den Jugendlichen wird ein Raum zur Verfügung gestellt, in welchem sie ihren Interessen nachgehen können, welchen sie aktiv mitgestalten und in dem sie Verantwortung über-nehmen müssen. Sie können sich an den Regeln des freien Spiels orientieren oder gemeinschaftlich ihre eigenen aufstellen. Die Trainer stehen v. a. begleitend zur Seite und nehmen keine ausschließliche „Schiedsrichterrolle“ ein – die Teilnehmer werden dazu ermuntert, sich ein-zubringen und Konflikte selbst zu lösen. Die Jugendlichen lernen über das Medium Sport miteinander auszukommen, egal welchem Geschlecht, Alter, welcher Nationalität und Einstellung sie angehören.
Ein gewisses Maß an sportlichem Ehrgeiz und Erfolgsdenken liegt in der Natur von sportlichem Handeln und Mannschaftsspielen. Um hier jedoch die Waage zwischen sportivem Streben und sozialen fairen Methoden zu halten, müssen Aspekte, die erst zu einem Gemeinschafts- und Zusammengehörigkeitsgefühl führen, immer wieder gefördert und gefordert werden.
BasKIDball ist ein Kooperationsprojekt von sozialen Organisationen, Schulen, Kommunen, Sportvereinen, Unternehmen und sonstigen Förderern und Unterstützern. BasKIDball ist am Bedarf vor Ort ausgerichtet. Hauptförderer des Projektes ist die ING-DiBa.
Weitere Infos zu BasKIDball unter: http://www.baskidball.de/.